Ein herzliches "Grüß Gott" auf der Homepage der Pfarre Ladendorf
Heilige Maria, Mutter Gottes,
© Pfarre Ladendorf

Heilige Maria, Mutter Gottes,
du hast der Welt das wahre Licht geschenkt,
Jesus, dein Sohn - Gottes Sohn.

Du hast dich ganz dem Ruf Gottes überantwortet
und bist so zum Quell der Güte geworden,
die aus ihm strömt.

Zeige uns Jesus. Führe uns zu ihm.
Lehre uns ihn kennen und ihn lieben,
damit auch wir selbst wahrhaft Liebende
und Quelle lebendigen Wassers werden können
inmitten einer dürstenden Welt.

(Papst Benedikt XVI, Schlussgebet der Enzyklika) 


Meine Oma sagt, der Himmelvater ist schon grau.
Meine Mama meint, es ist eine Frau.
Der Opa weiß, den kann's nicht geben.
Papa erklärt, der war einmal am leben.

Und ich, ich drück' dann meine Augen ganz fest zu
und flüstere leise "du".
Und weißt du was? - Gott zwinkert mir zu.

(Autor leider unbekannt)


Herr, hilf denen, die sich ihren Reichtum zugute halten. Es sind armselige Reiche, kommen sie nicht zu jener Einfalt, die weiß, dass sie alles geschenkt erhalten hat, und zu jener Brüderlichkeit, die nie vergißt, dass alle Menschen zur Teilnahme an Deinem göttlichen Reichtum eingeladen sind.

Ein Scheckbuch läßt sich in den Tod nicht mitnehmen. Im Angesicht der Ewigkeit gilt eine einzige Währung: getane, gelebte Liebe.

Geld, Macht, Ruhm, Verbürgerlichung verbreiten Egoismus: Das ist jenes Tier, das in uns selber steckt, uns verschlingt und uns verleitet, zu verschlingen …

Hilf der menschlichen Kreatur, falschem Reichtum zu entgehen und einzutauchen in den Reichtum, zu dem wir alle geboren sind: in die eine, untrennbare Liebe, Gottesliebe – Menschenliebe.

( Dom Hélder Càmara, gefunden in: Christian Feldmann, Träume beginnen zu leben, Herder, 3. Auflage 1983, Seite 265)


Wo ich gehe – Du!
Wo ich stehe – Du!
Nur Du, wieder Du, immer Du
Du – Du – Du!
Ergeht’s mir gut – Du!
Wenn’s mir weh tut – Du!
Du – Du – Du!
Himmel – Du!
Erde – Du!
Oben – Du!
Unten – Du!
Du – Du – Du!
Wohin ich mich wende,
an jedem Ende,
nur Du – wieder Du – immer Du!
Du – Du – Du!

(Martin Buber)


O Gott, setze Licht in mein Herz
und Licht in meine Seele,
Licht auf meine Zunge,
Licht in meine Augen
und Licht in meine Ohren,
setze Licht zu meiner Rechten,
Licht zu meiner Linken
Licht hinter mir und Licht vor mir,
Licht über mir und Licht unter mir,
setze Licht in meine Nerven
und Licht in mein Fleisch,
Licht in mein Blut,
Licht in mein Haar
und Licht in meine Haut.
Gib mir Licht, stärke mein Licht,
mach mich zu Licht!

(Gefunden in: Klaus Berger, Was ist biblische Spiritualität, Gütersloher Taschenbücher 1456, 2003, Seite 231f)


Vater im Himmel, guter Gott,
„gib uns unser täglich Brot“ –
Kunnt ich nu andächtiger betn –
Wann man net von olln z’viel hättn.

Wofür ich wohl nu Bauer bin
Wann ma nimmer woaß, wohin.
Mit olln, was’d für uns wachsen lasst,
und oft hab ich den Eindruck fast,
ich war nimmer Ernährungsträger,
sondern nur mehr Landschaftspfleger.

Was überreich d’Natur uns schenkt
Wird eing’ackert, ins Meer versenkt.
Dös hoaßt dann „Weltmarkt regulieren“
- statt dass sie’s billiger einführn,
und olle was zum Essen hättn,
die um an Erntesegen beten.
Richt’s wieda ein, wia sa sö ghert
dass ois, was wachs, is a was wert.

Und dass gerechter wird verteilt.
Suns is um an Bauer g’fehlt.
Denn von uns kimmt’s Brot,
von dir da Samen.
Amen.

Angelika Fürthauer
(Gefunden in: Andreasbote, Pfarrblatt der Pfarre Ladendorf, 34. Jahrgang, Nummer 1, Seite 1)


Herr, ich bitte dich um Vergebung für drei schwere Sünden: erstens, ich pilgere zu deinen vielen Heiligtümern und war mir deiner Allgegenwart nicht bewusst; zweitens, ich flehte dich so oft um Hilfe an und vergaß dabei, dass du mehr als ich um mein Wohlergehen besorgt bist; und schließlich bitte ich dich hier um Vergebung, wenn ich doch weiß, dass unsere Sünden vergeben sind, ehe wir sie begehen.

(Anthony de Mello, Warum der Schäfer jedes Wetter liebt, Herder, Freiburg, Basel, Wien , 5. Auflage, 2000, Seite 18)


Ich wünsche uns Osteraugen,
die im Tod bis zum Leben,
in der Schuld bis zur Vergebung,
in derb Trennung bis zur Einheit,
in den Wunden bis zur Herrlichkeit,
im Menschen bis zu Gott,
in Gott bis zum Menschen,
im Ich bis zum Du
zu sehen vermögen.

Und dazu
alle österliche Kraft!

(Bischof Klaus Hemmerle in seinem letzten Fastenhirtenbrief,  gleichsam sein Vermächtnis)


Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger und weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still.

Ich wurde, was womöglich noch ein größerer Gegensatz zum Reden ist, ich wurde ein Hörer.

Ich meinte erst, Beten sei Reden. Ich lernte aber, daß Beten nicht bloß Schweigen ist, sondern Hören.

So ist es: Beten heißt nicht sich selbst reden hören, beten heißt still werden und still sein und warten, bis der Betende Gott hört.

Sören Kierkegaard
(Zitiert in: Exerzitien im Alltag, Geistliche Übungen für Advent, Fastenzeit und andere Anlässe im Jahr, Herausgeber: Günther Lohr, Verlag Kösel, München 1998., Seite 166)


Hundertfach heiliger Gott, starker und lächelnder –

Denn du erschufest den Papagei, die Blindschleiche, das gestreifte Zebra – riefest ins Leben das Eichhörnchen und die Flusspferde – die Theologen kitzelst du mit des Maikäfers Schnurrbart.

Heute, da es mir so traurig und schwül und düster zumute ist – o lächle über mir.

(Jan Twardowski in: Evangelisches Gesangsbuch, S. 1339)


Wie sehr habe ich, mein Gott, nach dir gerufen,
als ich die Psalmen Davids las,
diese Gesänge vertrauender Hingabe,
diese Klänge frommer Ehrfurcht,
die jeden Hochmut vertreiben.
Ich war Neuling noch in der echten Liebe zu dir,
ein Taufbewerber.
Wie habe ich mit diesen Psalmen nach dir gerufen,
wie wurde ich durch sie für dich entflammt,
wie gern hätte ich sie der ganzen Welt vorgetragen,
um dem Hochmut der Menschheit zu wehren!
Man singt sie schon auf dem ganzen Erdkreis,
und keiner kann sich bergen vor deiner Glut.

(Augustinus, Bekenntnisse, 9,4.8)


Meerstern, sei gegrüßet, Gottes hohe Mutter,
allzeit reine Jungfrau, selig Tor zum Himmel!

Du nahmst an das AVE aus des Engels Munde.
Wend den Namen EVA, bring uns Gottes Frieden.

Zeige dich als Mutter, denn dich wird erhören,
der auf sich genommen, hier dein Sohn zu werden.

Jungfrau ohnegleichen, Gütige vor allen,
uns, die wir erlöst sind, mach auch rein und gütig.

Lös der Schuldner Ketten, mach die Blinden sehend,
allem Übel wehre, jeglich Gut erwirke.

Gib ein lautres Leben, sicher uns geleite,
dass wir einst in Freuden Jesus mit dir schauen.

Lob sei Gott, dem Vater, Christ, dem Höchsten, Ehre
und dem Heil’gen Geiste: dreifach  e i n e  Preisung.

Amen


Als Bruder Bruno eines Nachts betete, fühlte er sich durch das Quaken eines Ochsenfrosches gestört. Er bemühte sich, es nicht zu beachten, doch umsonst. Wütend schrie er aus dem Fenster: „Ruhe! Ich bete gerade.“ Bruder Bruno war ein Heiliger, und so wurde sein Befehl sofort befolgt. Alle Kreatur verstummte, damit eine dem Gebet dienliche Stille einkehren konnte.

Aber nun drängte sich ein anderer Laut in Bruder Brunos Gebete – eine innere Stimme, die ihm sagte: „Vielleicht gefällt Gott das Quaken dieses Frosches genauso wie der Gesang dieser Psalmen.“ – „Was kann Gott am Quaken eines Frosches gefallen?“ erwiderte Bruder Bruno spöttisch. Doch die Stimme gab nicht nach: „Warum glaubst du, hat Gott diesen Laut geschaffen?“

Bruder Bruno beschloss, eben dies herauszufinden. Er beugte sich aus dem Fenster und befahl: „Sing!“ Das bedächtige Gequake des Frosches erfüllte wieder die Luft und wurde von allen Fröschen der Nachbarschaft vielstimmig aufgenommen. Und als Bruder Bruno die Laute auf sich wirken ließ, klangen die Stimmen, da er sich nicht länger gegen sie sträubte, durchaus nicht mehr schrill, sondern bereicherten tatsächlich die nächtliche Stille.

Diese Entdeckung brachte Bruder Brunos Herz in Einklang mit dem Universum, und er verstand zum ersten Mal in seinem Leben, was beten heißt.

(Anthony de Mello, Was weiß der Frosch vom Ozean, Weisheit für Kopf und Herz, Herder, Freiburg, Basel, Wien, 1999, S. 108f)


Eine chassidische Geschichte:

Eines Abends spät merkte ein armer Bauer auf dem Heimweg vom Markt, dass er sein Gebetbuch nicht bei sich hatte. Da ging mitten im Wald ein Rad seines Karrens entzwei, und es betrübte ihn, dass dieser Tag vergehen sollte, ohne dass er seine Gebete verrichtet hatte.

Also betete er: „Ich habe etwas sehr Dummes getan, Herr. Ich bin heute früh ohne mein Gebetbuch von zu Hause fortgegangen, und mein Gedächtnis ist so schlecht, dass ich kein einiges Gebet auswendig sprechen kann. Deshalb werde ich dies tun: ich werde fünfmal langsam das ganze ABC aufsagen, und du, der du alle Gebete kennst, kannst die Buchstaben zusammensetzen und daraus die Gebete machen, an die ich mich nicht erinnern kann.“

Und der Herr sagte zu seinen Engeln: „Von allen Gebeten, die ich heute gehört habe, ist dieses ohne Zweifel das beste, weil es aus einem einfachen und ehrlichen Herzen kam.

(Anthony de Mello, Warum der Schäfer jedes Wetter liebt, Herder, Freiburg, Basel, Wien , 5. Auflage, 2000, Seite 21)


Ich stelle mir vor, Maria, dass du jung warst,
lebendig und voller Fragen.

Dass du mit anderen Mädchen und Frauen
am Brunnen lachtest,
deine Träume und Wünsche erzähltest.

Du wurdest mit Josef verlobt.

Ob du glücklich warst, wissen wir nicht,
doch du maltest dir sicher dein Leben aus
wie bei anderen:

Die Hochzeit, das Eins-sein mit Josef,
Kinder, Arbeit, Nachbarn, Feste –
alles im Glauben an Jahwe geregelt.

Doch ER klopfte plötzlich an.
Du ließest ihn ein, und alles hat sich geändert.

Ich stelle mir vor, Maria, dass dir oft elend
war nach dem „Ja“, dass du es am liebsten
zurückgeholt hättest, auch später,
als keiner mehr über eure „Vorurteile“ klatschte;
auch dann, als Jesus erwachsen wurde.

Dass du durchgehalten hast, Maria, ich staune!

Wenn ich dich so vor mir sehe, Maria,
als Mensch, der sein „Ja“ immer mühsam
erneuern muss, hast du mir vieles zu sagen.

Ich grüße dich, Maria,
Mädchen aus Nazareth,
und deinen Sohn, Jesus.

Ich grüße dich, Mutter Gottes!

(Christa Peikert-Flaspöhler in: Aus  Werkmappe Jugendgottesdienste, Bausteine für die Jugendliturgie, herausgegeben von der Katholischen Jungschar Innsbruck, 2. Auflage, Innsbruck 1997, Geschichten, S. 78)


Österliche Sprüche:

 

Unsere christliche Existenz besteht darin, dass wir beständig das Ostergeheimnis leben: lauter kleine Tode, gefolgt von Ansätzen einer Auferstehung.

(Roger Schutz)

_______________

 

Die Überwindung des Todes heißt Auferstehung.
Von der Auferstehung her leben,
das heißt Ostern.

(ietrich Bonhoeffer)

________________

 

Die Osterbotschaft ist die menschlichste Kunde des Christentums. Darum verstehen wir sie am schwersten.

(Karl Rahner)

_________________

 

In Christus ist die Erde auferstanden
In ihm ist der Himmel auferstanden.
In ihm ist die Welt auferstanden.

(Ambrosius)

_________________

 

Seit dem Tag, an dem Christus auferstanden ist, bleibt in dieser Geschichte eine Fackel der Ewigkeit entzündet. Seit dem Tag, da Christus in der Geschichte der Menschen auferstanden ist, haben die Menschen in der Geschichte ein Motiv, das es noch nie gegeben hat und anderswo nie geben wird. Christus ist lebendig, und wer mit ihm arbeitet, wird ewig leben.“

(Oscar Arnulfo Romero)

(red)


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