250 Jahre Pfarrkirche Ladendorf © Stefan Sigmund

Am Sonntag, 14. Juni 2026 feierten wir das 250-Jahre-Jubiläum unserer Pfarrkirche mit Bischofsvikar Stephan Turnovszky. Die Festmesse wurde mitgestaltet vom Kirchenchor Ladendorf. Anschließend waren alle zu einer Agape mit dem Musikverein Ladendorf in den Pfarrgarten eingeladen.

Wir danken allen, die dieses "Vierteljahrtausend" unserer Pfarrkirche mit uns gefeiert haben. Danke insbesondere der Freiwilligen Feuerwehr, dem Kammeradschaftsbund, dem Bürgermeister mit den Gemeindevertretern sowie allen, die durch ihre Mitarbeit bei den Reinigungs- und Vorbereitungsarbeiten, beim Gottesdienst und bei der Agape mitgeholfen haben, um dieses Jubiläum so feierlich zu gestalten.

Vielen Dank!

Fotos 250-Jahr-Feier-Pfarrkirche (Fotos: © Stefan Sigmund)

Link zum Bericht mit Bildern von Markus Göstl

Festakt mit Bischofsvikar Stephan Turnovszky

© Stefan Sigmund
Bischofsvikar Stephan Turnovszky zelebriert die Festmesse

Am 14. Juni 2026 feierte die Pfarre Ladendorf das 250-Jahr-Jubiläum ihrer Pfarrkirche. Die Festmesse wurde von Bischofsvikar Weihbischof Stephan Turnovszky zelebriert. Konzelebranten waren der Pfarrer des Pfarrverbandes „Um den Heiligen Berg“ Helmut Scheer, Pfarrvikar Georg Henschling und Altpfarrer Walter Pischtiak.

Emma Schmidt, Sophie Hainka und Benedikt Sigmund übernahmen den Ministrantendienst. Der Kirchenchor begleitete den festlichen Gottesdienst musikalisch.

Mit uns feierten Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde Ladendorf, allen voran unser Bürgermeister Oskar Schmit und Vizebürgermeister Markus Grafl.

Die Feuerwehr Ladendorf unter ihrem Kommandanten Alexander Schmidt und auch der Kameradschaftsbund unter Obmann Peter Himmer ließen es sich nicht nehmen, bei diesem Fest „auszurücken“. 

 

 

Agape im Pfarrgarten

© Stefan Sigmund
Unser Bischofsvikar mit den Ministrantinnen bei der Agape

 

 

Im Anschluss lud die Pfarre zur Agape mit dem Musikverein Ladendorf in den Pfarrgarten ein. Diese Zeit nutzten viele Gläubige für Gespräche und Fotos mit unserem Bischofsvikar.

Bereits im Vorfeld war reges Treiben rund um die Kirche. Danke allen Frauen und Männern, die durch Ihre Mitarbeit bei den Reinigungs- und Vorbereitungsarbeiten mitgeholfen haben.

Ein großes Danke gilt auch allen, die an diesem Tag durch die Übernahme eines Liturgischen Dienstes oder durch die Mithilfe bei der Agape diesen besonderen Tag mitgestaltet haben.

Und nicht zuletzt möchten wir ein DANKE all jenen sagen, die mit uns das „Vierteljahrtausend“ würdig gefeiert haben. 

 

 

 

 

 

Zur Geschichte der Pfarrkirche St. Andreas in Ladendorf

© Sepp Pillwein
Die Pfarrkirche St. Andreas

Die heutige Kirche wurde in den Jahren 1775 bis 1776 als spätbarocker Bau nach den Plänen von Peter Mollner gebaut. Sie ist dem Hl. Andreas geweiht.

Es gab schon eine Vorgängerkirche, die etwas unterhalb der jetzigen Kirche im heutigen Schlosspark stand. Sie ist auf einem Stich des Topographen Georg Matthäus Vischer aus dem Jahr 1672 gut erkennbar und war geostet. Ladendorf ist seit 1560 eine Pfarre. Schon zuvor dürfte die erste Kirche im gotischen Stil entstanden sein.

Was wir aus der Pfarrchronik wissen, war diese baufällig geworden und in ihrem damaligen Zustand ein Ärgernis für den damaligen Schlossherrn. Fürst Johann Joseph Khevenhüller-Metsch, der Obersthofmeister Maria Theresias, trägt nämlich im Jahr 1775 in sein Tagebuch ein, dass er der Pfarre den Platz zum Bau der neuen Kirche schenkt. Zudem schreibt er: „Zu diesem neuen Bau hatte ich den Platz hergegeben, und auch meinen Orths darzu contribuiret, damit die Kirchen von dem vorigen Orth, so sie uns den ganzen Prospect verschändlet, weg kommen mögen.“

Der Wiener Baumeister Peter Mollner, machte sich in der späten Regierungszeit Maria Theresias und dann unter Joseph II. als Bauherr zahlreicher Wiener Kommunalbauten, so etwa des Trattnerhofes am Graben, einen Namen.

Der Hochaltar der heutigen Pfarrkirche stammt aus der ehemaligen Jesuitenkirche in der Postgasse in Wien, die nach Aufhebung des Ordens im Jahr 1773 der Griechisch-katholischen Kirche übergeben wurde. Diese errichtete dort für die ordnungsgemäße Feier der byzantinischen Liturgie eine entsprechende Ikonostase und konnte mit dem bisherigen Altar nichts anfangen. So kam dieser – ganz im Sinne der josephinischen Sparmaßnahmen – nach Ladendorf. Die Zeit des opulenten Barocks war zu Ende, die Aufklärung mit ihrer Nüchternheit hielt Einzug. Auf diesem Hintergrund wird auch verständlich, dass der damalige Schlossherr den Platz vor der prachtvollen, mit einem schmiedeeisernen Gitter geschmückten Schlosseinfahrt für den Kirchenbau zur Verfügung stellte. Die prunkvollen Jagden mit dem festlichen Einzug der Jäger in das Schloss fanden nicht mehr statt. Die Einfahrt wurde also nicht mehr benötigt. Reichsfürst Johann Joseph Khevenhüller-Metsch selbst sollte die Weihe der Kirche, die laut Chronik am 24. Juni 1776 stattfand, nicht mehr erleben. Er verstarb bereits am 18. April 1776 in Wien.

In der Mitte des Hochaltars hängt ein großes Kreuz, dass mit dem darüber schwebenden Heiligen Geist (in Form einer Taube) und einer Darstellung Gottes die Dreifaltigkeit darstellt. In der Querverbindung des Hochaltars sieht man Glaube, Hoffnung und Liebe.

Am 4. September 2005 wurde von Kardinal Dr. Christoph Schönborn der neue Altar und Ambo geweiht. Sie bestehen aus weißem Marmor und tragen Glasplatten in den liturgischen Farben – gestaltet vom Künstler Heinz Ebner. Im Altar wurde eine Reliquienkapsel mit Reliquien vom Hl. Apostel Andreas (Pfarrpatron), Hl. Benedikt (Patron Europas), Hl. Florian und seine Gefährten, Hl. Theresia vom Kinde Jesu, Hl. Clemens Maria Hofbauer, Sel. Ladislaus Batthyany-Strattmann und der Sel. Maria Restituta Kafka eingesetzt.

Auf dem Marienaltar sehen wir eine Kopie eines Marienbildes aus dem Minoritenkloster in Graz und die davor stehende Statue ist eine Nachbildung der Mariazeller Muttergottes.

In der Nische der stillgelegten Seitentüre werden regelmäßig Szenen aus dem Sonntagsevangelium mit biblischen Erzählfiguren dargestellt. Über der Nische ist ein Steinkreuz eingemauert, das ein Bauer auf dem Feld gefunden hat und der Kirche schenkte.

Ein Hochaltarbild des Hl. Andreas vom akad. Maler Hans Hrusa, nach 1945 entstanden, hängt an der Seitenschiffwand. Die Orgel von Josef Loyp entstand um 1840.

(red)

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